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Ein Fest des Hörens, bei dem Musik, Literatur und Emotionen zu 16 außergewöhnlichen Konzertabenden verschmelzen. Darauf freuen wir uns beim Bösendorfer Festival in seiner 7. Saison. Im Interview spricht der künstlerische Leiter Florian Krumpöck über den unverwechselbaren Klang des Bösendorfer-Flügels, die Magie der Kasematten und warum jeder Abend seine eigene Geschichte erzählt.
Wenn Sie das Bösendorfer Festival jemandem in einem Satz beschreiben müssten, der noch nie davon gehört hat – wie würde dieser Satz lauten?
Florian Krumpöck: Es ist ein Reigen an Events, wo Stars aus Bühne, Film und Fernsehen in Dialog mit dem Klavier treten. Es sind Abende voller Emotion, Tiefe und überraschender Begegnungen.
Was überrascht Menschen, die das Festival zum ersten Mal besuchen?
Dass Wiener Neustadt so eine Metropole für Hochkultur geworden ist. Mich freut es besonders, dass uns das hier gelungen ist, in der Stadt, in der die Instrumente entstehen, die auf den großen Bühnen dieser Welt zu Hause sind.


Jeder Konzertabend beginnt lange vor dem ersten Ton und dem ersten Wort – im Kopf von Florian Krumpöck. (Fotos: Busy Shutters)
Es heißt, dass jeder Abend seine eigene Geschichte erzählt. Wie entsteht so ein Konzertabend? Was macht ihn anders, als andere Konzertabende?
Die Einzigartigkeit entsteht aus der Kombination aus Literatur und Klavier. Ich suche literarische Programme, die mich fesseln und dann suche ich die passende Musik dazu.
Warum ist der Klang eines Bösendorfer-Flügels für Sie etwas Besonderes?
Weil er Persönlichkeit hat. Eine Persönlichkeit, die ich mag und die vertraut ist. Das ist für mich eine Klangkultur, die mit Wien und damit mit der Heimat verbunden ist. Es ist der typische Wiener Klang, für den etwa auch die Philharmoniker berühmt sind.
Welche Rolle spielen die Kasematten für die Atmosphäre des Festivals?
Die Kombination aus historisch und modern macht die Kasematten zu einer einzigartigen Spielstätte. Die Leute sind begeistert vom Entrée in den alten Gemäuern mit dem Übergang in die neue Bastei.
Warum lohnt es sich gerade in der kommenden Saison, dabei zu sein?
Wir spannen den Bogen dieses Mal noch mehr über unterschiedliche Genres. Das beginnt schon bei der Eröffnung am 14. Oktober mit dem Miriam Luna Trio – mit Einflüssen aus Jazz, Weltmusik, Funk und Soul bis zu Flamenco. Musik kennt keine Grenzen und kein Alter.
Was wünschen Sie sich, dass die Besucher mit nach Hause nehmen, wenn der letzte Ton verklungen ist?
Dass sie sich von den Emotionen bewegen lassen und lange davon zehren.

Von der literarischen Idee bis zur passenden Musik entwickelt der künstlerische Leiter jedes Programm – mit viel Gespür und Sorgfalt. (Foto: Busy Shutters)
Zur Person – Florian Krumpöck:
Der Sohn eines Cellisten und einer Kunsthistorikerin zählte schon früh mit Rudolf Buchbinder, Gerhard Oppitz und Elisabeth Leonskaja einige der bedeutendsten Pianistenpersönlichkeiten unserer Zeit zu seinen Lehrern. Sir Peter Ustinov präsentierte den jungen Musiker bereits frühzeitig einem breiten Publikum. Daniel Barenboim urteilte nach einem Vorspiel schlicht „Ein wundervoller Pianist“ und ebnete damit den Weg zu einer vielversprechenden, internationalen Karriere.
Als Solist und Dirigent gleichermaßen auf großen Podien gefeiert, erweist sich Florian Krumpöck als Ausnahmeerscheinung im internationalen Konzertleben und beherrscht ein immenses Opern-, Konzert- und Klavierrepertoire.
Alle Infos zum Programm, Termine und Tickets finden Sie unter www.boesendorfer-wn.at.
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